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Test - Outlaw Volleyball : Outlaw Volleyball

  • Xbox
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Den Hauptmodus stellt das Turnier mit seinen 50 Spielen auf zehn verschiedenen Plätzen dar. Die Turniere beginnen meist in schmutzigen Hinterhöfen, in die es nur die wirklich Hartgesottenen treibt. Doch schon nach einigen gewonnenen Partien verbessern sich nicht nur euer Spieler, sondern auch die Settings in denen ihr antretet. Dann geht es raus aus der Gosse und rein in die gleißenden Lichter der Großstadtmetropolen oder der belebten Strände Rios. Auch eher durch andere Sportarten bekannte Städte wie Queens und New York werden von den Outlaws unsicher gemacht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht genug, dass die Volleyballer stets einen coolen Spruch auf den Lippen haben. Ihre Gegner werden vor und während des Spiels mit verbalen Attacken auf Bonsai-Größe gestutzt. Sollte dies jedoch nicht ausreichen und eure Kontrahenten es tatsächlich wagen, einen Punkt gegen euch zu machen, dürft ihr in liebevoller Handarbeit dem Gegenüber deutlich machen, dass der Ball eben doch im Aus war. Besonders spaßig wird es, wenn ein Damenteam aufeinander trifft. Da wird dann schon mal an den langen Mähnen gezogen oder mit den Fingernägeln gekratzt. Aber auch die männlichen Vertreter lassen es ordentlich krachen. Vornehmlich dahin, wo es besonders schmerzhaft ist.

Wer aber nun meint, dass 'Outlaw Volleyball' ein verkapptes Prügelspiel oder im Stile von 'DoA: Xtreme Beach Volleyball' reine Fleischbeschauung ist, liegt daneben. Denn der Sport kommt trotz aller Rangeleien nicht zu kurz. Die Steuerung ist besonders für Anfänger geeignet und wurde logisch aufgebaut. So benötigt ihr lediglich zwei Tasten und den Ministick, um euren Spieler zu dirigieren. Da die Charaktere dank der meist punktgenauen Steuerung recht präzise reagieren, kommt ihr schnell in den Genuss längerer Ballwechsel. Lediglich die KI eurer Gegner ist in manchen Situationen nicht sauber ausgearbeitet worden. Im Klartext heißt das, dass die vom Gegenspieler zurückgeschlagenen Bälle des Öfteren im Netz hängen bleiben. Daher macht 'Outlaw Volleyball' im Mehrspieler-Modus oder über Xbox Live dank menschlicher Intelligenz noch mehr Spaß.

Ab in den Süden
Optisch besitzt 'Outlaw Volleyball' durchaus seinen Reiz. Das beginnt schon bei der Präsentation der einzelnen Spieler, die sehr realistisch animiert sind und zum Teil wirklich sexy aussehen. Auch wenn die Spielerinnen nicht an die Erotik der 'DoA'-Babes heranreichen, werdet ihr sie schnell ins Herz schließen. Die Locations wurden sehr gut in Szene gesetzt und bringen euch den Sommer wenigstens am Bildschirm zurück. Auch an Details wie aufwirbelnden Sand oder Blessuren nach einer Schlägerei haben die Entwickler gedacht. Abgerundet wird das Urlaubsflair durch eine Mischung aus Hip-Hop- und Freestyle-Musikstücken. Auch wenn ihr nach einiger Zeit alle Titel gehört haben dürftet, halten sich diese dezent im Hintergrund und passen sich an das Spielgeschehen an. Ein absolutes Highlight bieten die Sprücherepertoirs der 16 Volleyballer. Die Gags und Anspielungen, gepaart mit dem trockenen Humor, sind herrlich erfrischend und passen stets zur Situation. Auch die Kamerawiederholungen in denen ihr die Spielzüge noch mal verfolgen dürft, werden wunderbar bissig kommentiert.

 

Fazit

von Marc Heiland
Selten wurden in einem Titel Sport und Spaß so gut miteinander kombiniert. Nach dem früheren Geheimtipp 'Outlaw Golf' bekommt ihr nun mit 'Outlaw Volleyball' einen indirekten Nachfolger präsentiert, der das Sportgenre und sich selbst auf die Schippe nimmt, dabei aber den Ballsport gelungen umsetzt. Auch wenn der Bogen für zarte Gemüter teilweise auf Grund der Prügelszenen und recht derben Sprüche leicht überspannt wird, ist Hypnotix' neuestes Werk absolut zu empfehlen. Einzig die stellenweise etwas dröge KI steht einer Topwertung im Weg.

Überblick

Pro

  • abgedrehte Charaktere
  • abwechslungsreiche Locations
  • Xbox Live!-Unterstützung

Contra

  • wenige Musikstücke
  • dürftige KI
  • von Profis relativ schnell durchgespielt

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